Mumia Abu-Jamal

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Mumia Artikel auf Deutsch

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(jW) Nicht endendes Unrecht (14.11.2022)

Neues im Fall Mumia Abu-Jamal. Eine Richterin in Philadelphia hat dessen jüngsten Antrag für die Wiederaufnahme seines Verfahrens abgelehnt.

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Mumia Abu-Jamal wird ein neues Verfahren verweigert - dt. Übersetzung von Noelle Hanrahans Artikel

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Erneute 'Mumia Ausnahme' vor Gericht in Philadelphia

Proteste vor dem Gerichtsgebäude 1

Proteste vor dem Gerichtsgebäude 8 Der afroamerikanische Journalist und Black Panther Mumia Abu-Jamal wurde 1981 von einem Polizisten in Philadelphia niedergeschossen, von weiteren Polizisten gefoltert und anschliessend für den vermeintlichen Mord an demjenigen verurteilt, der auf ihn geschossen hatte. Sein Fall steht seitdem symbolhaft für die mörderischen und rasssistischen Praktiken von Polizei und Justiz sowie der politischen Repression in den USA. Obwohl er dank weltumspannender Mobilisierungen alle Hinrichtungsbefehle überleben konnte, sitzt er noch immer, seit nunmehr bald 41 Jahren in Haft. Vor einigen Jahren kam juristische Bewegung in seinen Fall. Derzeit geht es um die Wiederaufnahme seines Revisionsverfahrens am Unteren Prozessgericht in Philadelphia. Am 26. Oktober 2022 gab es dabei jedoch einen erneuten Rückschlag aus der Reihe "Mumia Ausnahme", wie ihn Unterstützer*innen des Journalisten leider bereits so oft gesehen haben.

Proteste vor dem Gerichtsgebäude 9 Die "Mumia Ausnahme" bezeichnet das Aussetzen von Grundrechten innerhalb der Justiz des US Bundesstaates Pennsylvania immer dann, wenn sie Mumia Abu-Jamal dabei helfen könnten, seine Freiheit zurück zu erlangen. Dieser Begriff hat so dort bereits Einzug in universitäre Vorträge und Veröffentlichungen genommen. In Europa wird diese Vorgehensweise vermutlich eher Klassenjustiz genannt.

Proteste vor dem Gerichtsgebäude 6 Mumia hatte einen Antrag auf Neuverhandlung seines Revisionsverfahrens gestellt. Hintergrund waren Erkenntnisse, die seit 2018 aus dem Fund von 6 Kartons in der Staatsanwaltschaft herrührten. Diese Boxen enthielten Unterlagen, die ab 1981 gesammelt aber der Mumias Verteidigung oder Gerichten erst Ende 2018 zur Einsicht übergeben worden waren. Darin enthalten waren u.a. ein Briefwechsel zwischen einem der damaligen Hauptbelastungszeugen und dem Staatsanwalt. Es ging darum, dass der Zeuge Geld für seine Aussage einfordete ... Ein anderes Beispiel waren schriftliche Bemühungen des gleichen Staatsanwaltes, diverse Strafverfahren gegen eine weitere Belastungszeugin einzustellen, also wohl auch ein „quid pro quo“. Das vermutlich bezeichnendste Fundstück war jedoch ein Notizzettel das damaligen Staatsanwaltes, in dem er hinter den Namen aller potentiellen Juror*innen ein B oder W schrieb (Abkürzung für Black oder White, also die zugeschriebene ethnische Zugehörigkeit der jeweiligen Juror*innen).

Proteste vor dem Gerichtsgebäude 5 Es gelang dem Staatsanwalt damals (1982) bereits vor Prozesseröffnung gegen Mumia alle afroamerikanischen Juror*innen aus der Jury zu entfernen. Die dafür eingesetzten Techniken entsprachen Textbuch genau den Ratschlägen im sog. McMahon-Tape. Staatsanwalt Jack McMahon zeigte auszubildenden Staatsanwält*innen in Philadelphia 1987, wie polizeikritische mögliche Juror*innen Proteste vor dem Gerichtsgebäude 4 aus einer Jury entfernt werden können, ohne dass der offensichtliche Rassismus dahinter sofort sichtbar wird. McMahon versuchte damit, einem United States Supreme Court (USSC, Oberstes Verfassungsgericht der USA) Urteil gerecht zu werden, dass 1986 (auch rückwirkend) nachgewiesenen Rassismus bei der Juryauswahl als automatischen Grund für eine Wiederholung des gesamten Verfahrens eingestuft hatte. Dieses Urteil ist als "Batson Claim" in die US Rechtsprechung eingegangen.

Proteste vor dem Gerichtsgebäude 3 Soviel zur Ausgangslage. In dieser Woche fand nun eine weitere Anhörung vor Gericht in Philadlephia statt, die von einer lebendigen und lautstarken Kundgebung für die Freilassungs von Mumia Abu-Jamal begleitet wurde. Alle Fotos in diesem Artikel entstanden am Morgen des 26. Oktober 2022 in Philadelphia. Bereits vor der Anhörung machte die Richterin Lucretia Clemons, wie Abu-Jamal selbst Afroamerikanerin, in einem 31-seitigen Schreiben deutlich, dass sie gedenkt, den Antrag Abu-Jamals abzulehnen. Allerdings ordnete sie gleichzeitig für den 16. Dezember 2022 eine neue Anhörung in Bezug auf Abu-Jamals dritten Punkt, Rassismus des Anklägers bei der Juryauswahl an. In dieser Hinsicht ist der juristische Weg also für Abu-Jamal weiterhin offen. Für ihre Aussagen bezahlte Hauptbelastungszeug*innen in Strafverfahren gegen linke Journalisten scheinen Richterin Clemons dagegen keinen Grund zur Sorge zu bereiten.

Proteste vor dem Gerichtsgebäude 13 Mumias Unterstützer*innen waren wütend über dieser erneute Verzögerung sowie die Tatsache, dass die angeblich "Progressive Staatsanwaltschaft" in Philadelphia unter der Leitung Larry Krasners offensichtlich überhaupt keine eigene Rechtsrecherche in Mumias Fall unternommen hatte, sondern blindlings die alten Argumentationen von 1982 übernahm und wiederholte. Anscheinend versucht die Behörde Krasner, die rechte Kritik an ihren Strafrechtsreformen, allen voran durch die Fraternal Order of Police (FOP), dadurch zu besänftigen, in dem sie den "Altfall" Mumia Abu-Jamal einfach ignoriert. Dass Mumia aufgrund rassistischer Polizeigewalt, Klassenjustiz und politischer Repression bereits fast 41 (!) Jahre in Haft gessessen hat, davon über 28 in der Isolation des Todestraktes, scheint selbst vorgeblich reformorientierte Staatsanwälte offensichtlich nicht zu interessieren.

Proteste vor dem Gerichtsgebäude 11 Die FOP war über den Ausgang der Anhörung sichtlich erfreut. Maureen Faulkner, Witwe des 1981 getötenen Polizisten und Galionsfigur der rechten Kampagne gegen Mumia sagte in einem CBS Interview: "I will keep Mumia Abu Jamal in prison until he is six feet under" (dt. Übersetzung: "Ich werde Mumia im Gefängnis behalten, bis er 6 Füsse unter der Erde liegt").

Proteste vor dem Gerichtsgebäude 2 Die Unterstützer*innen von Mumia Abu-Jamal am Ende der Kundgebung kündigten an, am 16. Dezember vor das Gericht in Philadelphia zurückzukehren. Sie betonten, dass es jetzt darauf ankomme, der Justiz nicht zu erlauben, Mumias Gerichtsfall erneut zu schliessen und seine Zellenschlüssel wegzuschmeissen, wie es die extreme Rechte in den USA verlangt. Der Rassismus in der Juryauswahl darf nicht auch noch unter den Tisch gekehrt werden. Ausserdem: Mumia ist von den Haftbedingungen inzwischen gesundheitlich sehr angegriffen. Freiheit ist die einzige Medizin, wie auf mehreren Transparenten zu sehen war.

Proteste vor dem Gerichtsgebäude 10 Länderübergreifen wird Freitag, der 9. Dezember zum Aktionstag für die Freiheit von Mumia werden. Denn das ist dann der 41. (!) Haftjahrestag. Auch in der BRD wird es Aktionen geben. In Berlin wird bereits eine Demonstration für den frühen Abend des 9. Dezembers vorbereitet. Details dazu bald auf www.das-mumia-hoerbuch.de//

Proteste vor dem Gerichtsgebäude 12 Das Bundesweite Free Mumia Netzwerk hat in Zusammenarbeit mit der Roten Hilfe e.V. eine 22-seitige A5-Broschüre erstellt, in der es um die konkreten juristischen Details in Mumias Verfahren geht. Diese Broschüre heisst "Tatortbesichtigung" und ist für 1 Euro + Porto per E-Mail (NOSPAMinfo@mumia-hoerbuch.de) bestellbar. Sie könnte auf jedem Infotisch der kommenden Wochen in diesem Land liegen.

Free Mumia - Free Them All!

Proteste vor dem Gerichtsgebäude 15

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Mumia Abu-Jamals Archiv wird Teil der "Voices of Mass Incarceration Anchor Collections" an der Brown University, USA

Die Brown University aus Providence, Rhode Island hat im Sommer 2022 Mumia Abu-Jamals Haftarchiv übernommen und bereitet es derzeit für öffentliche und wissenschaftliche Forschung über Erfahrungen in der US Masseninhaftierung vor. Mumias Archiv wird Teil der "Voices of Mass Incarceration Anchor Collections". Darin enthalten ist u.a. auch Mumias Korrespondenz von 1981 bis in das Jahr 2020. Auf ihrer Webseite kündigt die Universität an, das Material in naher Zukunft online verfügbar zu machen:

Mumia Abu-Jamal papers

Presse dazu:

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Free Mumia - wie hier alles anfing und wie es weitergeht

Free Mumia Berlin, August 2022

Es begann 1990, als einige von uns hier in der Lunte einen Monat für die Freiheit von kämpfenden Gefangenen durchführten. Damals erreichte uns ein 6-seitiger Brief per Luftpost aus der Hölle, genauer gesagt, dem Todestrakt des US Bundesstaates Pennsylvania.

Ein (damals noch junger) afroamerikanischer Mann namens Mumia Abu-Jamal, der 8 Jahre zuvor in einem politischen Schauprozess zum Tode verurteilt worden war, schrieb uns über den institutionellen und gesellschaftlichen Rassismus in den USA. Er berichtete von der damals wie heute tödlichen Polizeigewalt und beschrieb die Folgen von Kolonialismus, Völkermord an den Indigenen und der Sklaverei für die heutige US-Gesellschaft.

Dieser Brief war für uns inhaltlich in Teilen zwar nicht überraschend, denn das Wissen um afroamerikanische und indigene Befreiungskämpfe war damals wesentlich weiter verbreitet als heute. Aber dass jemand, der in der Isolationshaft von Pennslyvania mit dem Tode bedroht wurde, sich die Zeit nahm, Kontakt mit einigen (damals auch noch sehr jungen) Autonomen in einem anderen Erdteil aufzunehmen, beeindruckte uns. Wir forschten zu seinem Fall und blieben dran. Schon bald gab es auch andere, die Mumias Beispiel zum Anlass nahmen, praktische Solidarität zu üben. In den späten 1990iger Jahren gab es wohl niemanden in der undogmatischen Linken dieses Landes, die*der nicht seine Freiheit gefordert hätte.

Seit dem ist viel Zeit vergangen. Zweimal - 1995 und 1999 - verhinderte eine weltumspannende Solidaritätsbewegung die staatliche Ermordung von Mumia Abu-Jamal. 2011 konnte endlich das Todesurteil gegen ihn gekippt werden. 2016 konnte nach langer Krankheit seine medizinische Behandlung in Haft durchgesetzt werden. Von diesem Erfolg profitieren inzwischen auch ca. 7000 andere Gefangene in Pennsylvania. 2018 wurde endlich ein neues Revisionsverfahren für Mumia angeordnet, um die inzwischen Bücher füllenden Widersprüche und Rechtsbrüche bei seiner ursprünglichen Verurteilung zu untersuchen. Die Justiz Pennsylvanias lässt seitdem nichts unversucht, dieses Verfahren zu sabotieren und so lange wie irgend möglich hinaus zu zögern. Bisher waren sie damit erfolgreich. Das liegt zum einem in dem klassistischen und rassistischen Rechtsregelwerk selbst begründet, was der Staatsanwaltschaft enorme Möglichkeiten und Gefangenen fast keine bietet. Zum anderen liegt es aber daran, dass unsere Solidaritätsbewegung selbst in die Jahre gekommen ist und wir vieles von der Kraft eingebüsst haben, die sie momentan wieder so dringend bräuchte.

Aber: Jammern hülft nüscht. Natürlich machen wir weiter, solange bis Mumia und die vielen anderen kämpfenden Gefangenen endlich frei sind.

Mach mit. Komm zu unserem Infotisch hier auf dem Weisestrassenfest. Nimm dir Material mit, vernetze dich und schreib vielleicht eine Karte oder Brief an Mumia oder andere Gefangene.

Free Mumia - Free Them All!

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Mumia Abu-Jamal: Die unendlich langsamen Mühlen der Justiz 41 Jahre sind 41 Jahre zu viel!

Der afroamerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal sitzt seit Ende 1981 in Haft; vorgeworfen wird ihm der Mord an einem Polizisten in Philadelphia im US-Bundestaat Pennsylvania. Eine Untersuchung der "Beweise" gegen ihn zeigt jedoch, dass sie praktisch von A bis Z von Polizei und Staatsanwaltschaft erfunden wurden – der klassische Fall eines "frame-up", eines abgekarteten Spiels. Seine Verurteilung von 1982 beruhte auf einem politischen Schauprozess, den Millionen Menschen weltweit als rassistisches und klassistisches Unrecht begreifen.

In einem ihrer seltenen einem einzelnen Gefangenen gewidmeten Berichte stellte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) im Februar 2000 fest:

Nach vielen Jahren der Beobachtung des Falls von Mumia Abu-Jamal und einer gründlichen Untersuchung der Originaldokumente einschliesslich der gesamten Prozessprotokolle ist Amnesty International zu dem Schluss gekommen, dass das Verfahren, bei dem Mumia Abu-Jamal schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt wurde, die internationalen Mindestnormen für faire Prozessführung und die Verhängung der Todesstrafe verletzt hat. Amnesty International ist daher der Meinung, dass den Interessen der Gerechtigkeit am besten gedient wäre, wenn Mumia Abu-Jamal ein neues Verfahren gewährt würde (1).

Deutlicher hat sich diese Organisation nur selten zu Verfahren in den USA geäussert.

Mehrere Generationen antirassistischer und solidarischer Menschen haben sich seit Jahrzehnten gegen Mumias Hinrichtung und für seine Freiheit eingesetzt. Dabei ging es nie um Mumia allein, sondern um die gesamte Frage der rassistischen Todesstrafe und Justiz in den USA, die es immerhin fertigbringen, im sogenannten "Land of the Free", dem "Land der Freien" 2,14 Millionen Menschen einzusperren und im Rahmen einer Gefängnisindustrie, die nichts anderes ist als eine moderne Form der Sklaverei, auszubeuten. Bemerkenswerterweise liegt die Anzahl der Gefangenen im US-amerikanischen System der Masseninhaftierung etwa ebenso hoch wie die der kapitalistischen Weltmarktkonkurrenten China und Russische Föderation zusammengenommen.

Trotzdem geht es immer auch um die Einzelperson Mumia Abu-Jamal, der inzwischen 68 Jahre alt ist und gesundheitlich schwer von der Haft gezeichnet ist: Er sollte genauso wie alle anderen Langzeitgefangenen in den USA (2) sofort freigelassen werden.

Ende 2018 entdeckten die Mitarbeiter*innen des seit Januar 2018 im Amt befindlichen Bezirksstaatsanwalts Philadelphias, Larry Krasner, bei einer gründlichen Durchforstung alter Akten sechs Kartons mit Dokumenten, die Mumia und seiner Verteidigung bis dahin vorenthalten worden waren. Nach ihrer Überstellung an Mumias Verteidigung machte diese drei wichtige Entdeckungen. Es gab da

  • den Brief des Hauptbelastungszeigen Robert Chobert, der von seinem Taxi aus gesehen haben wollte, wie der Polizist von Mumia regelrecht hingerichtet wurde, an Staatsanwalt Joseph McGill einen Monat nach Abschluss des Verfahrens gegen Mumia, einen Brief, in dem Chobert im Wesentlichen fragt: "Wo bleibt mein Geld?"
  • den Schriftwechsel zwischen McGill und anderen Staatsanwälten und "Rechtspflegern", in dem McGill in typischem juristischem "Aktensprech" andeutete, der anderen Hauptbelastungszeugin gegen Mumia, einer Prostituierten namens Cynthia White, solle in ihren anhängigen Verfahren Strafnachlass gewährt werden
  • Notizen von Staatsanwalt McGill während der Juryauswahl in Mumia Verfahren, in denen sich neben dem Namen potentieller Geschworener immer wieder ein B für "Black" ("Schwarz") findet. Das war deshalb besonders wichtig, weil die Verteidigung McGill vorwirft, sein Recht auf unbegründete Ablehnung von Geschworenen systematisch zur Ablehnung Schwarzer Geschworener eingesetzt zu haben.

Genau um diese drei Punkte geht es derzeit vor Mumias ursprünglichem Prozessgericht in Philadelphia, dem "Court of Common Pleas" ("Amtsgericht"). Hierzu hat Mumia im Dezember 2021 einen Antrag nach dem sogenannten Post Conviction Relief Act (PCRA) eingereicht, einem der Mechanismen, durch die Verurteilungen auf ihre Rechtmässigkeit überprüft werden können.

Es ist insgesamt Mumias sechster solcher PCRA-Antrag.

Sein fünfter solcher Antrag, bei dem Mumia geltend gemacht hatte, dass der Staatsanwalt, der als sein Verfahrensgegner die Aufsicht über seine allererste Berufung in den 1980er Jahren geführt hatte, später als Richter über weitere Berufungsanträge Mumias mitentschieden hatte, war kurz vor Auffindung der erwähnten Kartons vom Amtsgericht in Philadelphia bewilligt worden, wurde aber am 26. Oktober 2021 vom Pennsylvania Superior Court verworfen.

Enttäuschend war, dass schon in dieser juristischen Runde der im November 2017 als Reformer gewählte Bezirksstaatsanwalt Philadelphias, Larry Krasner, dezidiert als sein Gegner aufgetreten war und sich in einem Antrag an den Superior Court von Februar 2021 sämtliche Falschbehauptungen gegen Mumia, mit denen er nun schon so lange hinter Gitter gehalten wird, zu eigen gemacht hatte (3). Leider gab ihm der Superior Court am Ende recht.

Auf Mumias sechsten PCRA-Antrag hin fand dann am 2. März 2022 eine ultrakurze Anhörung vor Richterin Lucretia Clemons statt, die im Wesentlichen daraus bestand, dass die Staatsanwaltschaft um 120 Tage Zeit bat, auf den PCRA-Antrag der Verteidigung antworten zu können. Die Richterin entsprach der Bitte und die nächste kürze Anhörung wurde auf den 29. Juni angesetzt.

Wie sich herausstellte, nutzte die Anklage jeden einzelnen dieser 120 Tage und reichte ihren Gegenantrag erst in der Nacht vor dem Termin ein, und auch das nur in elektronischer Form. Obwohl Larry Krasner und seine Behörde schon im Herbst 2021 ausführlich über die zahllosen faktischen Falschdarstellungen in ihrem früheren Antrag von Februar 2021 in Kenntnis gesetzt worden waren (4), werden in ihrem neuen Gegenantrag sämtliche dieser Falschdarstellungen im Hinblick auf Mumias angeblich zweifelsfrei feststehende Schuld beharrlich wiederholt. Diese sind zum Teil schon seit vielen Jahren widerlegt.

Aber nicht nur das, jeder einzelne der drei zentralen Punkte der Verteidigung:

  • Bestechung des Zeugen Chobert
  • Bestechung der Zeugin White
  • Buchführung über die "Rasse" potentieller Geschworener zum Zweck der "ethnischen Säuberung" der Jury

wird von der Staatsanwaltschaft mit verharmlosenden Pseudoerklärungen (so etwa zu Chobert: vielleicht wollte er ja nur einen Ausgleich für den Verdienstausfall als Taxifahrer, den er durch seine Zeugenaussage erlitt?) oder juristischen Fussangeln (die Verteidigung hätte längst schon herausfinden können, dass McGill über die Hautfarbe der Geschworenenanwärter*innen Buch führte und somit ist der Anspruch "verjährt") beiseite gewischt.

In einer Zeit, in der Reformstaatsanwält*innen überall in den USA heftigen Anfeindungen der extremen Rechten ausgesetzt sind (jüngstes Beispiel ist die Abwahl von Chesa Boudin, dessen beide Eltern selbst politische Gefangene waren, in San Francisco), ist der Fall Mumia offenbar selbst für eine Mann wie Larry Krasner, der in Philadelphia viel Gutes bewirkt hat und hauptverantwortlich für die Entlassung von über zwei Dutzend zu Unrecht wegen Mordes verurteilter Gefangener verantwortlich ist(5), ein zu heisses Eisen.

Am 29. Juni bat die Verteidigung um 45 Tage Zeit für ihre Antwort auf die Eingabe der Staatsanwaltschaft, was von der Richterin gewährt wurde. Richterin Clemons behielt sich dann immerhin weitere 67 Tage vor, die Eingaben von Anklage und Verteidigung zu prüfen, was an sich ja kein schlechtes Zeichen ist, und setzte den 19. Oktober 2022 als den Tag an, bis zu dem sie über die Anträge entscheiden will.

Ergebnis wird dann entweder eine Ablehnung von Mumias PCRA-Antrag sein – oder aber eine mündliche Anhörung vor Gericht, die auch eine Beweisanhörung einschliessen könnte. Letzteres könnte zum Beispiel bedeuten, dass noch lebende Beteiligte wie Robert Chobert oder Joseph McGill und andere (Cynthia White gilt als tot) zur Befragung vorgeladen werden. Im Falle einer Ablehnung wird Mumias Verteidigung erst Widerspruch einlegen und bei erneuter Ablehnung in Berufung gehen. In diesem Fall würde der ewige Tiebreak in Mumias Berufungsverfahren weitergehen, was wieder bis zu zwei Jahre dauern könnte.

Dann wäre Mumia bereits 70.

Wie es am oder bis zum 19. Oktober weitergehen wird, ist derzeit ungewiss; alles ist möglich.

Es hat sich allerdings bereits gezeigt, dass wir uns in einem Fall wie dem Mumias selbst auf eine in vieler Hinsicht unstrittig progressive Staatsanwaltschaft nicht verlassen können. Im Hinblick auf Mumia hat sie bisher klar versagt und sich beschämenderweise auf die Seite der Kräfte des Status quo, der weissen Vorherrschaft und des Fraternal Order of Police (FOP) geschlagen, von Kräften also, die Larry Krasner eigentlich hasst und gegen die er ja ursprünglich angetreten ist.

Helfen kann hier neben der ausgezeichneten juristischen Verteidigung, die Mumia bereits hat, nur der sogenannte "court of public opinion", das Gericht der öffentlichen Meinung – natürlich nicht im Sinn eines blindwütigen Lynchmobs, sondern einer aufgeklärten und informierten öffentlichen Meinung inklusive veröffentlichter Meinung, wo die Menschen die Fakten des Falles und die relevanten Argumente kennen, diskutieren und weiter und weiter verbreiten, so dass sich am Ende auch die Mächtigen dem dadurch entstehenden Druck nicht entziehen können.

Gerechtigkeit und damit Mumias längst überfällige Freiheit auf dem Weg über die Gerichte werden nur erkämpft werden können, wenn die länderübergreifende Unterstützung für Mumia wieder stärker sicht- und hörbar wird. Let’s do it!

Free Mumia – Free Them All!


(1) Amnesty International, USA – Ein Leben in der Schwebe. Der Fall Mumia Abu-Jamal (Berlin/Heidelberg: 2000), 4. In der Zusammenfassung des Berichts heisst es u.a.: "Die Zweifel an diesem Verfahren beziehen sich auf Mumia Abu-Jamals inkompetenten Rechtsbeistand im Prozess von 1982; auf die Tatsache, dass der Vorsitzende Richter offenbar mehr Mühe darauf verwandte, das Verfahren zu beschleunigen, als eine unparteiische und faire Rechtsprechung zu gewährleisten; und schliesslich auf die Politisierung des Gerichtsverfahrens und die mögliche Befangenheit der Berufungsgerichte." Ebd., 3. Mit der "Politisierung des Gerichtsverfahrens" ist die Tatsache gemeint, dass Staatsanwalt Joseph McGill im Prozess sowohl während der Phase der Schuldfeststellung als auch der Phase der Strafzumessung ausführlich thematisierte, dass Mumia als Jugendlicher Mitglied der in offiziellen Amerika als "gewaltbereit" vor allem gegen die Polizei verschrienen Black Panter Party gewesen war. Mehr hier...

(2) Das gilt natürlich für alle Langzeitgefangenen, unter anderem, weil das Rückfallrisiko tatsächlich schuldiger Langzeithäftlinge extrem niedrig ist, insbesondere aber auch für politische Gefangene wie Leonard Peltier, Veronza Bowers, Kenny Zulu Whitmore, Ed Poindexter, Mutulu Shakur, Kamau Sadiki, Ruchell Cinque Magee. Siehe dazu unter anderem "Postamt für Gefangene"...

(3) Für eine ausführliche Analyse der Eingabe Krasners siehe Schiffmann (2021) – Facts Matter. Why the Philadelphia District Attorney’s Office Should Drop the Case Against Mumia Abu-Jamal und Schiffmann (2022) - Take a Walk at the Crime Scene...

(4) Die in Fussnote 3 erwähnte Analyse Facts Matter wurde im Herbst 2021 sowohl per Mail als auch per Post an elf hochrangige Mitglieder der Staatsanwaltschaft in Philadelphia geschickt, darunter auch Larry Krasner selbst.

(5) Larry Krasner spielte auch eine massgebliche Rolle bei der Entlassung der sieben überlebenden Mitglieder der sogenannten MOVE 9 auf Bewährung. Die Neun waren 1981 in einem Skandalprozess allesamt wegen der angeblichen Tötung eines einzigen Polizisten, der vermutlich in Wirklichkeit im Kreuzfeuer seiner schiesswütigen Kollegen umkam, im Jahr 1978 zu 30 bis 100 Jahren Haft verurteilt worden. Sie kamen zwischen 2018 und 2020 nach jeweils über 40 Jahren Haft frei.
Siehe dazu u.a....

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Erste Nachricht vom Gerichtstag am 29. Juni in Philadelphia von Joe Piette

Mumia supporters stand behind banners calling for his freedom, following a court hearing in Philadelphia on June 29. The next hearing is in October. More details will be posted soon after we study the legal filings. Come out July 3rd to demand "Free Mumia".

Photos...

Weitere Nachrichten auf dt. dazu folgen in 1 - 2 Tagen.

Hier gibt es erste weitere Informationen...

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Lesung, Essen, Videos, Infos, Live Musik und Dj*s an Mumia Abu-Jamals 68. Geburtstag

zum Online Stream inkl. Informationen gibt es hier mehr...

18:00 - 20:00 Geburtstagsfeier - mit Torte & Dia-Show + Infos
20:00 - 22:30 Food, Infotalk, Live-Musik, Punk-Quiz

Vokü: Seitan-Burger
Infotalk: Free Mumia Berlin
Texte von Mumia: Jutta Kausch (Schauspielerin)
Kunst/Live Music: Tintenwolf & Paul Geigerzähler & LOA Punk: Musik-Video-Quiz mit Preisgewinn

ab 22:30 Party mit DJs - Red K (80s Hits - Pop & Wave), Amok77 & Dr. Kimble (Punk, Reggae, Ska)

Einlass nach aktueller Coronaregelung

weitere Infos...

Zilona Gora, Grünberger Str. 73 (Boxhagener Platz) - 10245 Berlin-Friedrichshain - U5-Samariterstr.

Poster zum Download...
Flyer zum Download...

Online Stream: Infotalk und Kurzlesung aus dem Zilona Gora an Mumia Abu-Jamals 68. Geburtstag

Sa. 23. April - 20:00 Uhr:
Online ab 20:00 Uhr hier...

Der Journalist und politische Gefangene Mumia Abu-Jamal aus den USA wird am letzten April Wochenende 68 Jahre alt. Weit mehr als die Hälfte seines Lebens wird er bereits gefangen gehalten, weil er "Truth to Power" spricht und schreibt. Nach einem manipulierten Verfahren, was u.a. von Amnesty International stark kritisiert wurde, verschwand Mumia im Todestrakt und Gefängnissystem des US Bundesstaates Pennsylvania. Vor und nach seiner Inhaftierung von 1981 hat er als Journalist stets instituionellen Rassismus, tödliche Polizeigewalt und behördliche Korruption beschrieben sowie sich gegen Ausbeutung und Krieg positioniert. Trotz Jahrzehnten der Haft gehört er zu den häufig veröffentlichten Journalisten der USA. Die weltweite Solidarität mit dem Black Panther konnte sein Leben bisher retten. Allerdings steht seine Befreiung noch aus.

Am Vorabend seines 68. Geburtstages streamen wir den gesprochenen Teil einer Solidaritätsveranstaltung aus dem Berliner Zilona Gora Kollektiv. Darin wird es um den Journalisten selbst sowie die Masseninhaftierung/Gefängnisindustrie in den USA gehen. Die Schauspielerin Jutta Kausch liest dazu einige Texte aus dem 2022 in dt. Übersetzung erscheinenden "Writing On The Wall" von Mumia.

Dieses Angebot richtet sich an alle, die wg. der Pandemielage oder Entfernung nicht persönlich ins Zilona Gora (Grünbergerstr. 73, Bln-F'hain) gehen wollen oder können.

Bitte verbeitet die Ankündigung weiter und überlegt, ob ihr selbst den Stream in euren Räumen etc. vorführen könnt.

Weitere Details zum Programm (Essen, Poetry, Live Musik, DJ's) am Solidaritätsabend für Mumia Abu-Jamal im Zilona Gora

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Rechtsaussen Bochetto greift zur Wahlkampfmobilisierung Mumias Gerichtsantrag an

Mal wieder versucht ein rechtsaussen Politiker, seine Karriere mit Hass gegen Mumia Abu-Jamal zu fördern. Der Anwalt Bochetto versucht momentan, für die Republikaner als Kandidat für einen der Senatssitze des US Bundestaates Pennsylvanias nominiert zu werden. Um sich öffentlicher Beachtung zu versichern, fordert er daher, dass Philadelphias Bezirksstaatsanwalt Larry Krasner aus dem neuen Berufungsantrag von Mumia Abu-Jamal abgezogen werde, was rein institutionell nicht vorgesehen ist und auch bereits an anderer Stelle gerichtlich abgewiesen wurde.

Anscheinend hat Bochetto kein Verständnis für den bereits zweimal gewählten Staatsanwalt, der sich gegen die Masseninhaftierung in Pennsylvania und den USA einsetzt, obwohl Krasner in Mumias Fall eher eine unrühmliche Rolle spielt. Bochetto hofft jedoch, dass er mit eine Anti-Mumia Haltung mediale Aufmerksamkeit und letztendlich Stimmen innerhalb Pennsylvanias republikanischer Partei für seine Nomnierung gewinnen kann.

Gestern berichtete der Philadelphia Inquirer darüber:
(Philadelphia Inquirer) Mumia Abu-Jamal has appealed his conviction again. The victim's widow wants DA Larry Krasner off the case. (January 19, 2022)...

Hintergund zum neuen gerichtlichen Antrag von Mumia Abu-Jamal: (Bundesweites Free Mumia Netzwerk) Neuer Gerichtsantrag für Mumia Abu-Jamal - Botschaft von Johanna Fernández (04.01.22)...

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40 Jahre in Haft: Freiheit für Mumia Abu-Jamal!

Am 9. Dezember 2021 ist der 40. Haftjahrestag des linken Journalisten und Black-Panther-Aktivisten Mumia Abu-Jamal. Obwohl der Prozess gegen ihn offen rechtswidrig verlief, wehren Justiz und Behörden ein Wiederaufnahmeverfahren bis heute mit allen Mitteln ab.

Seit vier Jahrzehnten sitzt Mumia Abu-Jamal in den USA im Gefängnis, davon 29 Jahre lang im Todestrakt und nun im so genannten Normalvollzug: Am Rand eines Schusswechsels war er am 9. Dezember 1981 von einem Polizisten in Philadelphia lebensgefährlich verletzt und daraufhin verhaftet worden mit dem Vorwurf, eben diesen Polizisten erschossen zu haben. Zugleich entbrannte eine bis heute anhaltende Hetzkampagne gegen den Journalisten, die insbesondere von der rechten Polizeigewerkschaft FOP angefacht wurde. Mit Hilfe von manipulierten Beweisen, gekauften Zeug*innen und offensichtlichen Verstössen gegen die Verfahrensabläufe wurde Mumia Abu-Jamal im Juli 1982 in einem unübersehbar rassistischen und politisch motivierten Prozess zum Tode verurteilt. Für den Black-Panther-Aktivisten, der sich keine anwaltliche Vertretung leisten konnte, gab es kaum eine Möglichkeit zur Verteidigung. Der Richter hatte intern bereits frühzeitig unter Verwendung rassistischer Schimpfwörter geäussert, auf alle Fälle die Todesstrafe zu verhängen. Auf diese Weise wollten die Behörden einen unbequemen Journalisten loswerden, der seit Jahren den staatlichen Rassismus und die Polizeigewalt gegen People of Colour anprangerte.

Doch Mumia Abu-Jamal liess sich weder entmutigen noch mundtot machen: Seither kämpft er hinter Gittern weiter für seine Freiheit, aber vor allem gegen das rassistische Justiz- und Gefängnissystem. Als "voice of the voiceless" verleiht er den vielen verurteilten People of Colour eine Stimme in seinen regelmässigen Radiosendungen, Kolumnen und Büchern. Um seine Haftbedingungen und vor allem seine publizistischen Möglichkeiten zu verschlechtern, wurden verschiedene speziell auf seine Person zugeschnittene Gesetze und Verordnungen erlassen. Zwar konnte die weltweite Solidaritätsbewegung und seine engagierten Anwält*innen erreichen, dass die Hinrichtung nach jahrzehntelangem Kampf nun nicht mehr unmittelbar droht, doch blockiert die Justiz ein Wiederaufnahmeverfahren mit allen Mitteln. Obwohl Mumia Abu-Jamal inzwischen schwerkrank ist, verhindern die Behörden seine Freilassung.

"Der Fall Mumia Abu-Jamal ist ein Paradebeispiel für die rassistische Justiz und den grenzenlosen Verfolgungswillen von staatlichen Behörden, von einem völlig entfesselten Polizeiapparat und rechten Strukturen", erklärte Anja Sommerfeld vom Bundesvorstand der Roten Hilfe e. V. "Seit vier Jahrzehnten wird der Journalist und Aktivist nun in Haft gehalten – obwohl die Beweise offensichtlich manipuliert und die Akten jahrzehntelang unter Verschluss gehalten wurden. Der Staat will hier einen Justizmord auf Raten begehen. Wir fordern erneut, dass Mumia Abu-Jamal freigelassen wird – jetzt!"

Schafft Rote Hilfe!!!

Rote Hilfe e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Postfach 3255
37022 Göttingen

Tel: (05 51) 7 70 80 08 Di.+Do. 15-20 Uhr
Fax: (05 51) 7 70 80 09

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Web: https://www.rote-hilfe.de

Spenden- und Beitragskonto:
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BIC: NOLADE21GOE

VR 201688 AG Göttingen
St.-Nr. 20/205/03160 FA Göttingen

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Live Interview mit Mumia, weiterer Bericht zum Kampf um Verfahren und Veranstaltungshinweis

Am 11. November 2021 interviewte Black Power Media aus den USA den seit knapp 40 (!) Jahren gefangenen Journalisten Mumia Abu-Jamal live in ihrer Sendung und streamte zeitglich ins Internet:
Mumia Abu-Jamal Live on Black Power Media

Ebenfalls am 11. November 2021 berichtete die Tageszeitung Junge Welt über Mumias Kampf um die Eröffnung des neuen Verfahrens:
Kampf um Mumias Freiheit - Verteidigung Abu-Jamals: Weitere rechtliche Schritte nach Entscheidung von Philadelphias Obergericht

bitte vormerken:

9. Dezember 2021 um 19:30 Uhr - online

Buchladen Schwarze Risse & Free Mumia Berlin präsentieren: Online Lesung aus Mumias "Writing On The Wall" (dt. Übersetzung) und Updates über Mumia Abu-Jamal
mit Jutta Kausch
Mehr hier...

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Politische Repression USA: zwei Freilassungen und die "Mumia Ausnahme"

David Gilbert - ehemaliger Aktivist im Weather Underground und Unterstützer der Black Liberation Army (BLA) mehr über ihn hier... - sitzt seit 1981 in New York in Haft. Gestern bekam er nach über 40 Jahren Knast Bewährung und wird bald frei sein.

#Solidarität überwindet Mauern

#FreeThemAll!

Russell "Maroon" Shoatz ist politischer Gefangener in den USA wurde am 25. Oktober 2021 gegnadigt. Maroon war Mitglied der Black Panther Party in Philaldephia und seit den 1970er Jahren in Haft. Er leidet seit mehreren Jahren an einer Krebserkrankung, die in Haft nicht adequat behandelt wurde. Seine Familie, das Abolitionist Law Center aus Pittsburgh sowie zahlreiche Unterstützer*innen haben unermüdlich für seine Freilassung gekämpft.

#FreeThemAll

Gestern wies der Superior Court in Pennsylvania Mumia Abu-Jamals Verfahren ab. Das bedeutet jedoch nicht das Ende seiner Möglichkeiten, auf juristischem Weg frei zu kommen, denn es gibt zahlreiche neue Beweise, mit denen sich noch kein Gericht befasst hat. Weitere Infos folgen.

#FreeMumia - #FreeThemAll!

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Free Mumia: Lesung und Updates an Mumia Abu-Jamals 40. (!) Haftjahrestag

Online Veranstaltung am 09.12.2021 Free Mumia Berlin und Buchladen Schwarze Risse präsentieren:
Do. 9. Dezember 2021 - 19:30 Uhr

2022 erscheint eine neue Sammlung von Texten von Mumia Abu-Jamal im Verlag Edition Kettenbruch. In "Die Schrift an der Wand" skizziert der gefangene Journalist gesellschaftliche Perspektiven, politische Entwicklungen, Widerstand, Geschichte, soziale Veränderungen und Bewegungsdynamiken in den USA und weltweit. Es sind Texte aus vier Jahrzehnten, die fast alle noch nie auf Deutsch erschienen sind.

Anlässlich von Mumias 40. Haftjahrestag wird Jutta Kausch im Voraus Passagen aus dem Buch vorlesen. Ausserdem werden wir über die weitergehenden Bemühungen sprechen, den ehemaligen Black Panther endlich zu befreien. Auch wenn in letzter Zeit in Deutschland wenig davon zu hören war, kämpft Mumia nach wie vor auf der juristischen Ebene um eine Aufhebung seines Urteils.

Die Corona-Pandemie hat staatliche Zwangsanstalten wie Abschiebelager und Gefängnisse noch weiter aus dem öffentlichen Bewusstsein gedrängt - sorgen wir dafür, dass sich das ändert! Lassen wir den kämpfenden Gefangenen Mumia Abu-Jamal zu Wort kommen und überlegen, wie wir ihn und andere von hier aus unterstützen können!

Bis alle frei sind – Free Mumia – Free Them All!

Da es pandemiebedingt nicht möglich ist, die Veranstaltung im grösseren Rahmen in Präsenz durchzuführen, findet sie online im Livestream statt. Achtet auf aktuelle Ankündigungen auf unserer Webseite: mumia-hoerbuch.de und beim Buchladen Schwarze Risse.

Schwarze Risse.

Do. 9. Dezember 2021 - 19:30 Uhr

Hier zum Download vom Plakat und Flyer...

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(Philadelphia) Fotos vom Free Mumia Protest am 3. Juli 2021 (von Joe Piette)

US: jamaljournal.blogspot.com/

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Di, 6. Juli 2021: Protestanrufe bei Pennsylvanias Gouverneur Tom Wolf für Mumia Abu-Jamal

Di, 6. Juli 2021: Protestanrufe bei Pennsylvanias Gouverneur Tom Wolf für Mumia Abu-Jamal

Am Dienstag, den 6. Juli 2021 wird es eine Anrufaktion bei Pennsylvanias Gouverneur Tom Wolf geben, in der die Freilassung des seit 1981 (!) gefangenen Journalisten Mumia Abu-Jamal gefordert wird.

Mumia ist schwer krank und muss unbedingt freigelassen werden.

In den beigefügten Bildern findet ihr alle Nummern und Forderungen in englisch. Bitte beachtet, dass jeder Nummer von hier aus eine 001 voran gestellt werden muss.

Free Mumia - Free Them All!

Protestanrufe 6th July 2021

Protestanrufe Let Governor Wolf know 2

Protestanrufe Let Governor Wolf know 2

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Berline 2021: "Philly DA " und Mumia Abu-Jamal

Die Berlinale 2021 zeigt am 10. Juni um 21:30 Uhr im Schlosshof Charlottenburg Kino den Beginn der 8-teiligen Serie "Philly D.A." - eine vorläufige Bilanz der zweieinhalbjährigen Amtszeit des Oberstaatsanwalts Larry Krasner.

Weiter hier...

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Zwei US Lehrer*innengewerkschaften fordern Freilassung von Mumia Abu-Jamal

Zwei US Lehrer*innengewerkschaften fordern die Freilassung von Mumia Abu-Jamal. In der folgenden PDF ist die Erklärung einer der beiden Gewerkschaften zu sehen. Weitere Infos folgen in einigen Tagen.

FreeMumia - FreeThemAll!

Hier zu lesen...

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Mumia Abu-Jamals Rede für den Revolutionären 1. Mai 2021 in Berlin

Demo 1. Mai 2021 english version here...

Am 30. April nahm der politische Gefangene und ehemailige Black Panther Mumia Abu-Jamal eine Grussbotschaft an die Revolutionäre 1. Mai Demonstration 2021 in Berlin auf, die Tausende zu Beginn im Berliner Stadtteil Neukölln hören konnten.

zum hören und lesen...

25.000 Menschen nahmen an der Demo teil und ca. 7000 waren in der Lage, seine Grussworte unter Applaus zu hören. Später wiederholten verschiedene Lautsprecherwagen Mumias Worte während der Demonstration.

Die Rede von Mumia findet sich hier online...

Im weiteren Verlauf griff die Polizei die antirassistische Arbeiter*innendemonstration an und verletzte viele Teilnehmer*innen. Es kam daraufhin auch zu vielen Festnahmen. Free Mumia Berlin war in der Menschenmenge, die durch brutale und rassistische Polizist*innen drangsaliert wurde. Glücklicherweise gelang es allen Mumia Unterstützer*innen, die Situation ohne allzu schwere Beeinträchtigungen zu überstehen. Wir sind solidarisch mit Mumia und allen, die von diesem rassistischen kapitalistischen System unterdrückt werden.

Free Mumia - Free Them All!

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Mumia nach Herz-OP vom Krankenhaus in Gefängniskrankenstation verlegt

Am 27. April 2021 erreichte uns folgende Nachricht:

update: Mumia has been transferred out of the hospital and is now in the prison infirmary. Check back for more information!

Was das für Mumias Genesung bedeutet, lä sich momentan nur sehr schwer erahnen. Es ist nach wie vor nicht geklärt, was für eine Operation er am Montag vergangener Woche genau hatte. Sein Vertrauensarzt Dr. Alvarez vermutet aufgrund verschiedener Infos, dass es sich um eine doppelte Bypass OP gehandelt haben könnte.

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(Die Linke im Bundestag) Gerechtigkeit für Mumia Abu Jamal!

Original-Text...

Nachricht, 21. April 2021

Der afroamerikanische Journalist und Mitbegründer der Black Panther Party Mumia Abu Jamal befindet sich seit 1981 im US-Bundesstaat Pennsylvania in Haft.

Seit Abu Jamals Verurteilung wegen eines ihm von rassistischen Polizisten untergeschobenen Polizistenmordes durch ein selbst von rassistischen Vorurteilen geleitetes, rein von Weißen besetztes Gericht im Jahr 1982 wurden zahlreiche Beweise für seine Unschuld erbracht.

Zwar wurde das Todesurteil gegen Abu Jamal 2001 aufgehoben, das erst zehn Jahre später rechtskräftige Urteil aber in lebenslängliche Haft ohne Bewährung geändert.

Obwohl das höchste US-Gericht bereits 2011 festgestellt hat, dass die ursprüngliche Verurteilung Abu Jamals von 1982 auf schweren Rechtsbrüchen basiert, hat es bis heute weder einen Revisionsprozess noch eine Freilassung gegeben.

DIE LINKE meint: Es muss endlich Gerechtigkeit für Mumia Abu Jamal geben. Sie appelliert daher an die Verantwortlichen, ein Revisionsverfahren zur Beendigung dieses 40-jährigen Justizskandals nicht länger zu blockieren oder heraus zu zögern.

Am 24. April wird Abu Jamal 67 Jahre alt. 40 Jahre seines Lebens musste er bereits im Gefängnis verbringen, davon fast drei Jahrzehnte in Einzelhaft im Todestrakt. Seine Gesundheit ist durch eine chronische Herzinsuffizienz, einen schmerzhaften offenen Ausschlag am ganzen Körper in Folge einer jahrelang nicht behandelten Hepatitis C sowie Atemnot und schwere Diabetes und nicht zuletzt den Nachfolgen einer Covid-19-Erkrankung im März dieses Jahres nachhaltig angegriffen.

Das Leben von Abu-Jamal ist in Gefahr!

Die Fraktion DIE LINKE.im Bundestag fordert die sofortige Freilassung von Mumia Abu Jamal und aller anderen politischen Gefangenen wie Leonard Peltier oder Sundiacata Acoli – gerade in Zeiten von Covid-19. Die auch nach Einschätzung des UN-Menschenrechtsrats unmenschlichen Haftbedingungen, die Isolationshaft und die Todesstrafe in den USA gehören abgeschafft.

Denn auch für Abu Jamal und andere aus rassistischen Motiven Inhaftierten gilt: Black Lives Matter!

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Kurzbericht von Free Mumia Protest in Amsterdam

Kundgebung in Amsterdam Am Montag, den 19. April 2021 versammelten sich niederländische Unterstützer*innen von Mumia Abu-Jamal vor dem US Konsulat in Amsterdam.

In Reden wurde Mumias Freilassung gefordert. Mehrere Bands spielten Live Musik von einem LKW Anhänger.

Während der Kundgebung kam der Vize-Konsul vor die Tür und sprach mit einer Demonstratin (siehe Foto im Anhang). Er nahm einen Brief mit Forderungen entgegen.

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Herz-OP: Mumia Abu-Jamal erneut Im Krankenhaus - Take Action!

Herz-OP: Mumia Abu-Jamal erneut Im Krankenhaus - Take Action!

In den Nachtstunden des 14. Aprils 2021 erfuhren wir, dass der kämpfende Gefangene Mumia Abu-Jamal aus Pennsylvania, USA erneut ins Krankenhaus verlegt wurde. Er wird heute, am 15. April eine Herzoperation haben.

In einem Schreiben an die medizinischen und administrativen Mitarbeiter*innen des US-Gefängnisses SCI Mahanoy in Pennsylvania fordert Mumias Vertrauensarzt Dr. Alvarez, dass Mumia vor und nach seiner Operation seine Lebensgefährting anrufen darf und ihm Zugang zu seinen Beratern wie Mark Taylor, seiner Familie und seinen Anwälten zu gewähren. In den vergangenen vier Tagen war es allen genannten nicht möglich, mit Mumia in Kontakt zu treten.

Des weiteren fordert Dr. Alvarez, dass Mumia im Krankenhaus nicht an Händen und Füssen ans Bett gefesselt wird und geht in seinem Schreiben ausserdem darauf ein, dass Mumia durch schwere Gewalt (z.B. bei seiner Verhaftung) und durch medizinische Vernachlässigung (gerichtlich festgestellt) geschädigt wurde und fordert nochmals, dass Mumia der Kontakt ermöglicht wird und dass Mumia nicht ans Bett gefesselt wird.

Mumia Abu-Jamal war erst vor wenigen Wochen zur Behandlung gegen Covid-19 aus dem Gefängnis in ein ziviels Krankenhaus gebracht worden. Dabei wurde auch eine zuvor unbekannte Herzinsuffizienz bei ihm festgestellt. Die vergangenen Tage hatte der Gefangene starke Schmerzen im Brustbereich.

Die einzig sinnvolle medizinische Behandlung nach der Herz-OP für Mumia kann nur die sofortige Freilassung sein!

Demos und Aktionen in den kommenden Tagen:

(Mobilization for Mumia) Free Mumia protests around the world in April 2021

am kommenden Samstag (17.04.) auch -> Frankfurt Am Main 18 Uhr US Generalkonsulat am übernächsten Samstag (24.04.) auch -> Berlin 15 Uhr Weisestrasse 9

Es folgt eine englischsprachige Aufruf der Mobilization for Mumia, dem us-weiten Netzwerk zu den aktuellen Entwicklungen verbunden mit dem Aufruf, verantwortliche Behörden mit Anrufen/Faxen und E-Mails zu überfluten: FREE MUMIA ABU-JAMAL NOW!

URGENT CALL TO ACTION: MUMIA ABU-JAMAL (AM8335) TO UNDERGO HEART SURGERY April 14, 2021, 6:01PM EST

Mumia Abu-Jamal, the world renowned veteran Black Panther, political prisoner and radio journalist, had heart pain over the weekend. He was rushed to the hospital, and is expected to undergo heart surgery tomorrow, April 15, 2021.

We demand that:

  1. Before surgery, Mumia be allowed to call his wife, Wadiya Jamal; his longtime supporter Pam Africa; his chosen doctor, Dr. Ricardo Alvarez; and his Spiritual Advisor, Mark Taylor.
  2. Mumia not be shackled to his hospital bed, as is the rule in Pennsylvania and across the United States.
  3. Mumia, an innocent man, be immediately released from prison.

We need not look far to see the mortal danger that the shackling of a patient represents: our dear Ancestor, political prisoner Romaine 'Chip' Fitzgerald was chained and shackled to his hospital bed in his last days - while he was hardly conscious - and before making his final transition, just over 2 weeks ago on March 28, after 52 years in prison.

According to Dr. Ricardo Alvarez, Mumia’s chosen doctor, "Any evidence of shackling will be seen as a deliberate harm to Mumia and a perpetuation of the court documented trauma he has already suffered." Loud and clear are the echoes of slavery, which - as Eric Williams shows in Capitalism and Slavery - for the first time in human history produced the global distribution and mass use of handcuffs, shackles and fetters to bring enslaved Africans to heel.

Dr. Alvarez continues, "There is significant evidence, both legal and medical, that Mumia has suffered severe harm because medical, legal, law enforcement, and judicial professionals have not met proper standards. Mumia has been recently hospitalized for COVID and Congestive Heart Failure and he already suffers from hypertension as well as liver cirrhosis and diabetes, both induced by court documented medical neglect. Freedom is the only treatment."

Please call, tweet, email and fax the following offices to make these demands: that Mumia be immediately allowed to call his wife, Pam Africa, his doctor, and spiritual advisor; that he not be shackled to his hospital bed, and that he be immediately released.

Head of PA DOC, John Wetzel 001-717-728-2573 *** EMAIL: J.Wetzel@state.pa.us, ra-crpadocsecretary@pa.gov twitter: @johnewetzel, @DOCSecretary

PA DOC, Deputy Secretary for Administration of Healthcare, Christopher Oppman 001-717-728-4122 or 717-728-2573 Ext 5

SCI Mahanoy Superintendent, Bernadette Mason 001-570-773-2158

Governor of PA, Tom Wolf 001-717-787-2500 ext. 3. *** FAX 001-717-772-8284 *** EMAIL: Brunelle.Michael@gmail.com facebook: @governorwolf, @TomWolfPA instagram: @governortomwolf

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(Frankfurt A.M. - YT Video) Mumia Abu-Jamal aus der Folter entlassen und von Covid19 heilen! Frankfurt Demonstration 18. März 2021

#Corona #COVID19 #CHF #prisons #pennsylvania #TomWolf
#FreeMumia - #FreeThemAll!

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Mumia Abu-Jamal definitiv an Covid in Haft erkrankt

Covid-19-Gefahr - Jetzt Freilassen! Auf einer Kundgebung vor dem Büro des Bezirkstaatanwalts in Philadelphia schlug am Mittwochnachmittag (03.03.2021) um 18 Uhr (MEZ) die Nachricht ein: Mumia Abu-Jamal, der im Knast erst am Montag (01.03.2021) negativ auf Covid-19 getestet wurde, wurde nun erneut getestet und der Test war positiv - er ist definitiv an Covid19 erkrankt, wie auch viele seiner Mitgefangenen im gleichen Zellentrakt.

Umso dringlicher ist jetzt die bereits letzte Woche erhobene Forderung nach sofortiger Freilassung Mumias und Verlegung in ein Zivilkrankenhaus. Dieselbe Forderung wird zur Stunde in Philadelphia für alle an Covid-19 erkrankten Gefangenen und alle Langzeitgefangenen in Pennsylvania und im Rest der USA erhoben: #FreeMumia - #FreeThemAll!

Kontaktinfos der Knastbehörden - siehe Meldung vom 28. Februar 2021

#corona #prisons #Pennsylvania

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Mumia Abu-Jamal höchstwahrscheinlich an Covid-19 im Knast erkrankt - Anrufaktion

Covid-19-Gefahr - Jetzt Freilassen! Am Samstag (27.02.2021) rief der kämpfende Gefangene Mumia Abu-Jamal aus Pennsylvania, USA Unterstützer*innen in Philadelphia an und berichtete, dass er seit dem Vortag starke Covid-Symptome verspürt. Er berichtet von Lungenschmerzen und starker Atemnot. Bis jetzt weigert sich die Knast-Krankenstation des SCI Mahanoy jedoch, ihn zu untersuchen und medizinisch zu helfen.

Mumia ist 66 Jahre alt, seit 1981 (!) in Haft und hat 2016 nur knapp eine Hepatitis-C Erkrankung überlebt. Er hat seit dem eine Leberzirrhose und ist gesundheitlich angeschlagen. Wie viele andere Gefangene ist auch er auf Unterstützung angewiesen, um gesundheitliche Versorgung zu erhalten. Die Mobilization 4 Mumia aus den USA ruft als erstes dazu auf, die zuständige Behörden mit Anrufen zu überfluten, um Mumias Untersuchung, Behandlung und Freilassung durchzusetzen. Weitere Vorschläge folgen.

Alle Telefonnummern in der Grafik Flyer aktiv werden mit allen Telefonnummern
oder in diesem Artikel:
Mumia Abu-Jamal im Knast an Covid 19 erkrankt - Anrufaktion

für die Anrufaktion: bitte beachtet auch das dt-englische Skript Flyer aktiv werden mit allen Telefonnummern

Anrufaktion:

Governor of Pennsylvania Tom Wolf
Fax number: 001 717-772-8284

Bei Abruf die Gefangenen-ID (Inmate ID) Mumias angeben: AM8335

SCI Mahanoy (der Knast wo Mumia sitzt): 001-570-773-2158

SCI Mahanoy Supt Bernadette Mason (Gefängnisdirektorin): 001-570-773-2058

Bezirksstaatsanwalt DA Larry Krasner: 001-267-456-1000
E-Mail: justice@phila.gov

Leiter der Gefängnisbehörde von Pennesylvania John Wetzel: 001-717-728-2573
001-717-728-2577
001-717-728-4109
Fax number: 001-717-728-4178
E-Mail: Ra-crpadocsecretary@pa.gov

Brief:
PA DOC Secretary John Wetzel
1920 Technology Parkway
Mechanicsburg, PA, 17050
USA

weitere Infos aus den USA:

Flyer aktiv werden mit allen Telefonnummern

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