Mumia Abu-Jamal

Home  
Hintergrund 
Aktuelles / Artikel
 •Mumiaartikel Deutsch
 •Mumiaartikel English
 •Stopp Todesstrafe
 •Bündnis
 •Verteidigung und
      Legal Update

 •Monatlicher Rundbrief
 •Mumias eigene Worte
 •Anti-Repressions-
      Nachrichten

 •Anti-Rassismus-
      Nachrichten

 •Ausstellung

Petitionen
Download/Materialien
Radio
Termine
 
Demonstration 
3 + 12
Bündnisse weltweit
 
Bücher,Filme +
   Musik von/
   über Mumia

Hörbuch 
 
Kontakt
Links
 
Archiv

Wettlauf gegen den Tod

Artikel vom/über das Berliner Bündnis für Mumia


(USA) Politische Repression und Solidarität mit Gefangenen - Kundgebung vom 26.03.2018 Berlin

Kundgebung Boxhagener Platz 26.03.2018 Während am Dienstag, den 27. März 2018 die Entscheidung der New Yorker Bewährungskommission bestätigt wurde, den ehemaligen Black Panther und Black Liberation Army Aktivisten Hermann Bell nach 45 Jahren Haft endlich freizulassen (Mehr hier..., Kundgebung Boxhagener Platz 26.03.2018 versammelten sich Unterstützer*innen von Mumia Abu-Jamal vor dem Revisionsprüfgericht in Philadelphia. Dort fand das bereits dritte Zusammentreffen um die Frage statt, warum die Staatsanwaltschaft von Philadelphia nicht alle Akten zugänglich macht, die im Zusammenhang mit Mumia Abu-Jamal über die Jahrzehnte in ihrem Büro angelegt wurden. Gleichzeitg demonstrierten auch in anderen Städten Menschen für die Freilassung von Mumia, so z.B. in Frankfurt a.M. und Berlin.

Kundgebung Boxhagener Platz 26.03.2018 Philadelphias Revisionsprüfungsrichter Tucker verlangt nun bereits seit knapp einem Jahr die vollständige Herausgabe dieser Akten. Kern dieser Auseinandersetzung ist die Rolle des damaligen stellvertretenden Staatsanwalts Castille, der von 1986 bis 1991 Bezirksstaatsanwalt in Philadelphia und damit verantwortlich für die Anträge der Staatsanwaltschaft zur Ablehung von Mumias erster Berufung war, die dann im März 1989 auch erfolgte. Ausserdem hatte er bereits während Mumias Prozess in Sommer 1982 eine hohe Stellung in der Staatsanwaltschaft Philadelphias innegehabt. Kundgebung Boxhagener Platz 26.03.2018 Seit 1994 war er dann Richter am Pennsylvania Supreme Court und sass dort über weitere Berufungen Mumias zu Gericht. Aufgrund seiner vorherigen Rolle als Ankläger in Mumias Fall war Castille ganz klar befangen und hätte sich aus Mumias Verfahren heraushalten müssen, alleine schon deswegen, weil seine Wahl zum Richter massiv von der Fraternal Order of Police unterstützt worden war, die bis heute die treibende Kraft hinter Mumias anhaltender Inhaftierung ist. Dennoch lehnte er alle diesbezüglichen Anträge der Verteidigung ab, und folgerichtig verweigerte der Pennsylvania Kundgebung Boxhagener Platz 26.03.2018 Supreme Court Mumia 1998 ein weiteres Mal die Berufung. Seine Doppelrolle als Ankläger und Revisionsrichter wird derzeit in 16 weiteren Todesstrafenfällen untersucht. Die neugewählte Staatsanwaltschaft um den Black Lives Matter Kandidaten Larry Krasner versprach am 27. März, alles zu tun, um ein seit längerer Zeit fehlendes Schriftstück aufzutreiben. Allerdings stellt sich Beobachter*innen langsam die Frage, warum Richter Tucker sich so explizit auf dieses eine fehlende Memorandum versteift. Der Fall ist wesentlich komplexer und die illegtime Rolle Castilles auch an anderen Kundgebung Boxhagener Platz 26.03.2018 Punkten offensichtlich. Warum wird Castille nicht einfach vorgeladen und befragt? Oder möchte Richter Tucker durch seine penible Verengung der Untersuchungen eine mögliche Ablehnung vorbereiten?

Vergangenen Sonntag demonstrierten New Yorker Unterstützer*innen von Mumia für seine Freilassung, weil seine Gesundheit inzwischen dermassen angegriffen ist, dass von der mangelhaften medizinischen Betreuung im SCI Mahanoy Gefängnis keine Besserung zu erwarten ist. Ausserdem forderten auch sie die Herausgabe der Akten an Mumias Verteidigung.

Am 27. März gab es auch in Deutschland Proteste für Mumias Freilassung. Vor dem US Generalkonsulat in Frankfurt a.M. demonstrierten verschiedene Gruppen neben Mumias Freilassung auch für die von Ana-Belen Montes und Leonard Peltier, Kundgebung Boxhagener Platz 26.03.2018 ferner für die Freiheit der Ex-Black-Panthers und schwarzen Militanten Herman Bell, Jalil Muntaqim, Ed Pointexter, Romain Fitzgerald, Ruchell Magee und MOVE 9. Informationen zu allen diesen Gefangenen befinden sich im "Postamt für Gefangene". Auf dem Boxhagener Platz in Berlin-Friedrichshain schrieben Menschen Karten an Mumia und andere Gefangene und tauschten sich neben den aktuellen Gerichtsvorgängen auch über weitere Gefangenenkämpfe in den USA aus. Kundgebung Boxhagener Platz 26.03.2018 Ein weiterer Redner berichtete über seine Erfahrungen als Gefangener nach den G20 Protesten in Hamburg und schilderte dabei, wie sehr ihm die erlebte Solidarität durch Briefe und Proteste vor dem Knast geholfen habe. Letztendlich brach seine Anklage in sich zusammen, denn es gab keinen Fall gegen ihn. Allerdings verlor er durch die lange Untersuchungshaft seinen Job. Trotzdem wird er aller Voraussicht nach keine Haftentschädigung erhalten, während bundesdeutsche Medien und Politiker*innen weiter die "Hölle der linken Gewalt" herauf beschwören. Die Soli-Gruppe der Gefangenengewerkschaft GG/BO berichtete über ihre Arbeit und jemand anderes erzählte von der Decarcerate Bewegung in Pennsylvania, USA, die erstaunliche Erfolge im Kampf gegen Profit-Gefängnisneubauten erreichen konnte.

FREE MUMIA - Free Them ALL!

Kundgebung Boxhagener Platz 26.03.2018 Kundgebung Boxhagener Platz 26.03.2018

Radiobericht von der Berliner "FREE MUMIA - Free Them ALL" Kundgebung am 27. März 2018...

anfang

PRESSE-MELDUNG zur Anhörung für den US-amerikanischen Journalist Mumia Abu-Jamal

Heidelberg-Berlin, 17.1.2018

17.1.2018: Neue Anhörung für den US-amerikanischen Journalist Mumia Abu-Jamal - 36 Jahre in Haft - 29 Jahre in der Todeszelle - schwer erkrankt - Verweigerung angemessener medizinischer Behandlung - Überreichung Brief an Generalkonsul James W. Herman in Frankfurt

Heute, am 17. Januar 2018, findet im Kriminalgericht von Philadelphia, USA, eine Anhörung statt, die der Beginn eines neuen Verfahrens für Mumia Abu-Jamal sein und in der Folge tat-sächlich endlich zu seiner Freilassung führen könnte.

Im Zentrum der Anhörung: Richter Ronald Castille und seine Rolle im Fall Abu-Jamal. Castille war Ende der 80er Jahre der leitende Staatsanwalt im Revisionsverfahren Abu-Jamals und dessen entschiedener Gegner. Dennoch weigerte er sich in seiner späteren Rolle als Richter am Supreme Court von Pennsylvania, bei einem weiteren Verfahren in demselben Fall als befangen zurückzutreten.

Das Oberste Gericht der USA hat einen derart eindeutigen Interessenskonflikt vor wenigen Monaten bei eben diesem Richter in einem anderen Fall als verfassungswidrig verurteilt.

Es steht zu befürchten, dass ein nach dieser Anhörung mögliches Verfahren für Mumia Abu-Jamal zu spät sein könnte.

Der Gefangene ist seit drei Jahren schwer krank.

Im März 2015 musste Abu-Jamal mit einem diabetischen Schock ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er hatte mehr als 35 Kilo verloren, litt unter extrem hohem Blutdruck und einem schmerzhaften Ausschlag am gesamten Körper.

Die Gefängnisbehörde verweigerte ihm die Behandlung so lange, bis sie sich durch Tausende von Telefonanrufen aus der ganzen Welt buchstäblich dazu gezwungen sah. Die Diagnose der Ärzte: Hepatitis C. Auch dann noch gab es keine Behandlung, weil die amerikanischen Pharmakonzerne die wirkungsvollen Medikamente für horrende Preise verkaufen. 90.000 Dollar für eine Behandlung (in Europa: ca. 9000 Euro) sind den Behörden zu teuer.

Erst der Erfolg einer Sammelklage (auch im Namen der betroffenen ca. 6000 anderen Gefangenen im Bundesstaat) brachte die Behandlung – volle zwei Jahre später!

Nach der Behandlung wurde Abu-Jamal als Hepatitis-frei diagnostiziert – aber es ist vielleicht dennoch zu spät für ihn. Er hat als Folge der Nicht-Behandlung eine Leber-Zirrhose, und sein extrem schmerzhafter und inzwischen blutiger Ausschlag ist erneut ausgebrochen.

Mumia Abu-Jamal braucht unverzüglich eine Behandlung in einem externen Krankenhaus.

Seit Weihnachten haben erneut bereits hunderte von Menschen bei den Behörden angerufen.

Hintergrund:Abu-Jamal wurde 1982 für den Mord an dem Polizeibeamten Daniel Faulkner in Philadelphia verurteilt, hat jedoch von Anfang an seine Unschuld beteuert. Im Jahr 2000 widmete Amnesty International der Ungerechtigkeit des Verfahrens einen eigenen Report. Abu-Jamals Buch "Aus der Todeszelle" und die jahrzehntelange internationale Unterstützung haben ihn zum Gesicht der Todesstrafe in den USA und zu einem der bekanntesten Häftlinge weltweit gemacht.

Im Lauf der Jahre sind immer mehr Beweise für seine tatsächliche Unschuld zum Vorschein gekommen, die nun endlich in einem neuen Verfahren dargelegt werden könnten.

Im April 2015 befasste sich der Menschenrechtsausschuss des Deutschen Bundestages mit dem kritischen Gesundheitszustand Abu-Jamals, ebenso mit dem prekären Gesundheitssystem in amerikanischen Gefängnissen.

Netzwerk gegen die Todesstrafe - Freiheit für Mumia Abu-Jamal e.V.
Kontakt: Annette Schiffmann - Moselbrunnenweg 2/1 - 69118 Heidelberg - 0172-77 40 333 - www.freiheit-fuer-mumia.de

Pressemitteilung im Original als Pdf-Datei...

anfang

Juristische Bewegung und eine neue Petition für Mumia Abu-Jamal

Wie verschiedentlich bereits zu hören ist, kommt das juristische Verfahren des in den USA inhaftierten Journalisten und Autoren Mumia Abu-Jamal in Bewegung. Derzeit wird vor einem Berufungskontrollgericht in Philadelphia geklärt, ob es bei Mumias Berufung 1994 zulässig war, von Richter Castille abgewiesen zu werden, obwohl dieser selbst zwölf Jahre zuvor, damals noch als Stellvertretender Bezirksstaatsanwalt an der Verurteilung des afroamerikanischen Journalisten beteiligt war.

Zahlreiche Indizien deuten darauf hin, dass Richter Castille befangen war. In einem ähnlichen gelagerten Fall von Terrence "Butter" Williams hat der US Supreme Court Castilles Entscheidung bereits 2016 aufgehoben ein neues Verfahren angeordnet. Sollte Abu-Jamal in diesem Stadium ebenfalls Recht bekommen, wäre er juristisch wieder auf dem Stand von 1990. Er hätte dann noch einen Berufungsweg offen und könnte endlich entlastende Beweise und Zeugenaussagen präsentieren, die bisher keinen Einzug in sein Verfahren erhielten.

Weiter lesen und Petition unterzeichnen...

anfang

(Radio Aktiv Berlin) Berliner Protest für die Freilassung von Mumia Abu-Jamal

Hier zum Hören des Radiobeitrags...

Am kommenden Samstag ist bereits der 36 (!) Haftjahrestag des afroamaerikanischen Radiojournalisten Mumia Abu-Jamal in Pennsylvania, USA. Derzeit demonstrieren Menschen in verschiedenen Ländern für seine Freilassung, während er selbst sich trotz angeschlagener Gesundheit aus der Haft heraus fortwährend gegen die (oft tödliche) Polizeigewalt und für eine Organisierung der People Of Color in den USA einsetzt. Gleichzeitig bemüht sich seine Verteidigung für die Wiederaufnahme seines Verfahrens, welches so voller, offensichtlicher Widersprüche und Rechtsbrüche ist, dass Philadelphias Staatsanwaltschaft sich nach Kräften dagegen sträubt.

Am vergangenen Samstag demonstrierten ca. 120 Menschen vor der US Botschaft in Berlin für Mumias Freilassung und wir berichten im folgenden ausführlich von dieser Kundgebung.

Hier zum Hören des Radiobeitrags...

anfang

FREE MUMIA - Free Them ALL! Kundgebungsbericht aus Berlin

Kundgebung vor US-Botschaft in Berlin 2017 – Mumia you'll never walk alone

120 Menschen demonstrierten gestern anlässlich Mumia Abu-Jamals bevorstehenden 36. Haftjahrestag vor der US Botschaft auf dem Pariser Platz in Berlin für seine Freilassung. Derzeit finden in verschiedenen Ländern Solidaritätsaktionen mit dem afroamerikanischen Journalisten und Black Panther statt, denn Mumia und seine Verteidigung drängen auf die Wiederholung seines Verfahrens, um endlich seine Freiheit durchzusetzen.

Verschiedene Redner*innen von Berlin Kundgebung vor US-Botschaft in Berlin 2017 FREE MUMIA und der Roten Hilfe gingen neben der aktuellen Situation von Mumia auch detalliert auf Masseninhaftierung, Gefängnisindustrie und Todesstrafe Kundgebung vor US-Botschaft in Berlin 2017 – Free Leonad Peltier, Free them all! in den USA ein. Es zeichnete sich ein Bild der stetigen Beibehaltung der offiziell seit 1865 abgeschafften Sklaverei, die unter anderem Namen in neoliberaler Form bis heute fortbesteht. Damals wie heute sind es überwiegend People Of Color, die von der (oft tödlichen) Polizeigewalt, Jahrzehnte währender Zwangsarbeit ohne individuelles Gerichtsverfahren (Mindesstrafen, Plea Bargains und Three Strike Regeln) sowie institutionalisierter Nichtteilhabe betroffen sind.

In einem Redebeitrag aus dem Jahr 2007 berichtete Mumia selbst über den gewaltsamen Tod von Oury Jalloh im Dessauer Polizeigewahrsam und die wahrscheinliche Straffreiheit für die Beamt*innen, die seinen Tod zu verantworten haben (im Original und deutscher Übersetzung auf Prison Radio…). Erschreckend an der zehn Jahre alten Aufnahme war die Aktualität seines Beitrages. In den letzten Wochen mehrten sich die Hinweise auf einen Mord durch Polizisten an dem Gefangenen, während die zuständige Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen den erklärten Willen vieler Beobachter*innen unbedingt schliessen möchte (Mehr siehe hier…).

Gerade während der vereinzelten englisch-sprachigen Redebeiträge von Mumia und anderen blieben viele Menschen auf dem Pariser Platz Kundgebung vor US-Botschaft in Berlin 2017 stehen und hörten zu. Es wurden Postkarten und die Haftadresse von Mumia verteilt, so dass er in den nächsten Tagen hoffentlich viel Solidaritätspost aus Berlin erhält (Mehr hier…).

Am Ende gab es noch einen Redebeitrag über die beiden baskischen Gefangenen Inigo und Mikel, welche seit Ende Oktober 2017 in der Berliner JVA in Auslieferungshaft festgehalten werden. Da Inigo die Auslieferung nach Frankreich droht, wird es am kommenden Samstag, den 9. Dezember 2017 um 14 Uhr eine Kundgebung an der gleichen Stelle aber mit Blick auf die Französische Botschaft für die Freiheit der Beiden geben. Ausserdem findet am 16.Dezember ein Solidaritätsessen für die Anwaltskosten im Clash statt.

BRICK BY BRICK - WALL BY WALL - FREE MUMIA - FREE THEM ALL!

anfang

FREE MUMIA - things are moving

Bundesweites FREE MUMIA Netzwerk

Demo Philadelphia Mai 2017 Am vergangenen Dienstag, dem 30. Mai 2017 demonstrierten Unterstützer*innen von Mumia Abu-Jamal vor der Bezirksstaatsanwaltschaft in Philadelphia (Pennsylvania, USA) für die Herausgabe ALLER Akten von Mumia Abu-Jamal und dreizehn anderen Gefangenen.

Hier sind einige Fotos von dem Protest und einer anschliessenden Demonstration durch Philadelphias Stadtzentrum zu sehen.

Ein Richter hatte die Staatsanwaltschaft Anfang Mai 2017 dazu verurteilt, ihren gesamten Aktenbestand zu Mumia auszuhändigen, um untersuchen zu können, inwieweit der ehemals Stellvertretende Bezirksstaatsanwalt Ron Castille in den 1980er Jahren an der Verurteilung von Abu-Jamal beteiligt war. Ab 1994 war Castille dann Richter am Pennsylvania Supreme Court und mehrfach aktiv daran beteiligt, Mumias Berufunfsanträge abzulehnen. Demo Philadelphia Mai 2017

In einem ähnlichen Fall des Todestraktgefangenen Terrence "Butter" Williams Demo Philadelphia Mai 2017 hatte der US Supreme Court 2016 einen Interessenskonflikt ausgemacht und ein neues Verfahren angeordnet. Wie im Williams-Fall belegt steht der langjährige Fraternal Order of Police (FOP)-Kandidat Ron Castille auch in anderen Fällen unter Verdacht, seine richterliche Macht zur Rechtsbeugung genutzt zu haben, z.B. auch im Fall von Mumia Abu-Jamal.

Im günstigsten Fall könnte diese Untersuchung Mumia Abu-Jamals Berufungsverfahren neu eröffnen. Damit wäre nach Jahren der Blockadehaltung bundesstaatlicher als auch föderaler Justiz in den USA der Weg für Mumias Freilassung wieder offen.

Am vergangenen Dienstag, dem 30. Mai 2017 lief nun die Übergabefrist ab. Ob die Staatsanwaltschaft die Akten tatsächlich und VOLLSTÄNDIG übergeben hat, wissen wir derzeit noch nicht, werden aber informieren, sobald es bekannt ist. In Paris und Frankfurt Am Main werden Unterstützer*innen von Mumia in den nächsten Tagen ebenfalls Kundgebungen vor den konsularischen Einrichtungen der USA durchführen. Demo Philadelphia Mai 2017

Das bundesweite FREE MUMIA Netzwerk ruft in diesem Zusammenhang mit der Roten Hilfe zu Spenden auf, um der Verteidigung in den USA zu helfen: weiter lesen...

Mumia Abu-Jamal selbst hat am vergangenen Sonntag (28. Mai 2017) ein sehr erfreuliches Update zu seiner Gesundheitssituation gegeben. Er berichtete auf Prison Radio, dass er nach seiner vor ca. sechs Wochen begonnen Behandlung inzwischen frei von Hepatitis-C sei. Zwar habe er bereits eine Leberzirrhose durch die verzögerte Behandlung der Gefängnisbehörde davon getragen, aber er sei sich sicher, dass er auch diese Hürde mithilfe der Solidaritätsbewegung nehmen werde: "Health News" (audio, 2:40 ninutes by Mumia Abu-Jamal)...

Pennsylvanias Gouverneur Tom Wolf verfügte darüber hinaus Ende Mai 2017, dass alle Gefangenen des Bundesstaates, die im gleichen Krankheitsstadium wie Mumia sind, ebenfalls mit dem extrem teuren Medikament behandelt werden. Die Anti-Knast-Bewegung in Pennsylvania hat damit zusammen mit den kämpfenden Gefangenen erstaunliches gegen die profitorientierte Gefängnisindustrie erreicht.

anfang

Mumia Abu-Jamal: Anfang vom Ende der Gefangenschaft?
Dramatischer Appell zum fund-raising der Verteidigung

Ein dringender Hilferuf erreichte uns aus den USA. Johanna Fernandez vom Committee to Save Mumia Abu-Jamal ruft in ihrem Schreiben zu unmittelbarer Hilfe auf. Derzeit überschlagen sich die Ereignisse um unsern "Long-Distance-Revolutionary" und seine rechtliche Vertretung hat alle Hände voll zu tun.

Weiter lesen als pdf...

anfang

Pressemitteilung_ US Regierung droht Presse - Konsequenzen erleiden unabhängige Journalisten wie Mumia Abu-Jamal bereits seit Jahrzehnten

Am Sonntag, den 22. Januar 2017 hat US-Präsident Donald Trump über seinen Pressesekretär Sean Spicer den US-Medien mit Konsequenzen gedroht, weil sie über "leere Plätze bei seiner Vereidigung zum Präsidenten" berichtet haben und sich anderer Arte missliebiger Berichterstattung schuldig gemacht hätten.

Dass Journalist*innen Drohungen US-amerikanischer Behörden sehr ernst nehmen müssen, zeigt nicht zuletzt das Schicksal des seit 1981 inhaftierten und damaligen Vorsitzenden der afroamerikanischen Journalistenvereinigung Mumia Abu-Jamal. Als Journalist berichtete er in Philadelphia und US-weit über tödliche Polizeigewalt, stellte kritische Fragen und bewirkte Untersuchungen, die Polizeichefs, Richter und Bürgermeister in arge Bedrängnis brachten.

In einem manipulierten Verfahren wurde ihm 1982 der Mord an dem Polizisten Daniel Faulkner untergeschoben, obwohl es keinen Beweis dafür gibt, der unter den inzwischen bekannten Tatsachen Bestand hält. Zwar wurde die 1982 verhängte Todesstrafe gegen Abu-Jamal aufgehoben, aber ein neues Verfahren verweigert. Noch immer sitzt er im Gefängnis und kämpft dort u.a. um medizinische Versorgung und andere Grundrechte für Gefangene, nachdem der inzwischen 62-jährige selbst im fortgeschrittenen Stadium unter Hepatitis-C leidet.

Sein Fall zeigt überdeutlich, dass unabhängige Journalist*innen auf internationale Unterstützung angewiesen sind, wenn sie in den USA ins Fadenkreuz der Behörden geraten. Das war bereits vor Donald Trump unter allen anderen Präsidenten der USA so. Die aktuellen Meldungen rufen diese Tatsache jedoch umso deutlicher zurück.

"In den USA kämpfen wir heute nicht mehr um Bürgerrechte, sondern um Menschenrechte" sagte Mumia Abu-Jamal bei einem Haftbesuch des Bundesweiten Free Mumia Netzwerkes im Jahr 2010. Leider ist dieses Zitat aktueller denn je.

Das Free Mumia Netzwerk wird sich bemühen, auch und gerade während der Trump-Administration zu diesem Kampf um Menschenrechte so viel beizutragen, wie es in seiner Macht steht.

Für weitere Fragen steht Ihnen Anton Mestin unter 0175 – 844 25 76 zur Verfügung.

Bundesweites Free Mumia Netzwerk
Haus der Demokratie · Greifswalder Strasse 4 · Berlin · No 97
Kontakt: Anton Mestin · 0175 - 844 25 76 · berlin@freiheit-fuer-mumia.de

Pressemitteilung als Download...

anfang

Schreibt Mumia Abu-Jamal

Mumias Verteidigung hat bei Besuchen wiederholt gesagt, dass Mumia durch Post viel geholfen wäre.

Hier Mumias Adresse:

Mumia Abu-Jamal
AM 8335
SCI Greene Prison
175 Progress Drive
Waynesburg, PA 15370
USA

Ab sofort neue Adresse:

Mumia Abu-Jamal
#AM 8335
SCI Mahanoy
301 Morea Road
Frackville, PA 17932
USA

Erstens freut sich Mumia riesig über Briefe und Postkarten in seiner 6 qm Todestraktzelle. Zwar kann er viele nicht beantworten, aber es ist ihm eine enorme moralische Stütze, wenn er merkt, dass sein Fall immer noch bekannt ist und er trotz Isolationshaft nicht vergessen wurde.

Und zweitens ist diese Post ein grosser Schutz für ihn. Zeigt er doch der Zensurbehörde, die sämtliche Post liest und auch dem Gericht und der Staatsanwaltschaft übermittelt, dass sie unter Beobachtung stehen. Das kann durchaus Einfluss auf die anstehenden Entscheidungen haben.

Daher können Briefe wirklich helfen.

Eine kleine Hilfe, wie ihr einem euch persönlich unbekannten Gefangenen schreiben könnt, bietet der Artikel des Anarchist Black Cross(ABC): Artikel des Anarchist Black Cross (ABC)...

Denkt bitte daran, dass jede/r Brief/Postkarte einen Absender benötigt, da es dem Gefangenen ohne nicht ausgehändigt wird.

Postkarte

anfang

Write to Mumia Abu-Jamal

Mumias defense explained us several times that it would be a great support to write to Mumia in his prison cell.

Mumia's adress:

Mumia Abu-Jamal
AM 8335
SCI Greene Prison
175 Progress Drive
Waynesburg, PA 15370
USA

New address:

Mumia Abu-Jamal
#AM 8335
SCI Mahanoy
301 Morea Road
Frackville, PA 17932
USA

First of all Mumia really enjoys receiving post in his 6 square metres of cell in the death row. He can't answer most but it means a huge moral support for him - to see he is not forgotten despite his isolation.

Furthermore post means protection for him. The censors and the court see that they are under international observation. This can have an effect on actual decisions.

Please keep in mind that every letter or postcard needs a sender's adress. Without that post will not be delivered to Mumia.

anfang

Escríbe a Mumia Abu-Jamal

Los abogados de Mumia han dicho varias veces, que sería una gran ayuda para él si le escribimos frecuentemente.

La dirección de Mumia:

Mumia Abu-Jamal
AM 8335
SCI Greene Prison
175 Progress Drive
Waynesburg, PA 15370
USA

nueva dirección postal:

Mumia Abu-Jamal
#AM 8335
SCI Mahanoy
301 Morea Road
Frackville, PA 17932
USA

En primer lugar Mumia se alegra muchisimo cuando recibe cartas o postales en su celda de pena de muerte que mide 6 metros cuadrados. El no puede contestar a las cartas porque tiene poco dinero pero para el es un enorme apoyo moralmente saber que su caso todavia es conocido - y el en prisión aislado no ha sido olvidado.

En Segundo lugar el correo es una gran protección para Mumia. El censor, el juzgado y la fiscalía notan que estan bajo observación internacional. Esto puede influenciar las decisiones actuales.

Por favor recuerda que cada correo necesita la dirección del remitente. Sin está el correo no sera entregado a Mumia.

anfang